Volkswagen-Beschäftigte in der Slowakei streiken weiter

Volkswagen-Beschäftigte in der Slowakei streiken weiter
Volkswagen-Beschäftigte in der Slowakei streiken weiter
Der Streik bei Volkswagen Slovakia in Bratislava dauert an. Lohnverhandlungen zwischen Gewerkschaftsvertretern und dem Unternehmen bleiben ergebnislos. Erstmals in der 25-jährigen Firmengeschichte haben die Beschäftigten am Dienstag die Arbeit niedergelegt. Sie fordern mehr Geld.

Obwohl die Konfliktparteien in vielen Gesprächsrunden Kompromisse angeboten hatten, bleiben die Grundsatzpositionen gegensätzlich. Die Belegschaftsvertreter weisen darauf hin, dass das Automobilwerk am Stadtrand von Bratislava eines der produktivsten im weltweiten Konzernverbund sei und die Mitarbeiter trotzdem nur einen Bruchteil des Lohns ihrer deutschen Kollegen erhielten. Das habe man nun 25 Jahre lang akzeptiert und VW damit hohe Gewinner ermöglicht. Nun sei Zeit für eine Beteiligung der Arbeiter an diesem Erfolg.

Die Firmenleitung betont, mit einem durchschnittlichen Bruttolohn von 1.800 Euro pro Monat sei die Bezahlung bei VW doppelt so hoch wie das Durchschnittseinkommen in der Slowakei. Der Autobauer hat in dem Land rund 12.000 Beschäftigte.

Volkswagen ist einer der größten Arbeitgeber und Exporteure der Slowakei. Innerhalb des Volkswagen-Konzerns wiederum gilt der slowakische Standort als einer der modernsten und produktivsten. Dort werden Autos für fünf Marken produziert, nämlich VW, Porsche, Audi, Seat und Škoda. (dpa)

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