Recep Tayyip Erdoğan nennt Forderung nach Abzug von Truppen aus Katar respektlos

Recep Tayyip Erdoğan nennt Forderung nach Abzug von Truppen aus Katar respektlos
Recep Tayyip Erdoğan nennt Forderung nach Abzug von Truppen aus Katar respektlos
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Forderung arabischer Staaten nach einem Ende der militärischen Kooperation seines Landes mit Katar als "Respektlosigkeit" bezeichnet. "Wenn wir mit irgendeinem Land ein Verteidigungsbündnis abschließen, fragen wir etwa jemanden um Erlaubnis?", sagte der Staatschef am Sonntag vor Journalisten in Istanbul.

Die Türkei sei kein gewöhnlicher Staat. "Deswegen ist ein Ansatz, wie von der Türkei den Abzug der Soldaten zu verlangen, auch gegen die Türkei eine Respektlosigkeit", zitierte die Nachrichtenagentur Anadolu den Präsidenten. Die Übermittlung der Forderungsliste an Katar verstoße zudem gegen internationales Recht.

In der diplomatischen Krise mit Katar hatten Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate am Donnerstag eine Forderungsliste mit 13 Punkten an Doha übergeben. Die Vorgaben verlangen unter anderem, dass das Emirat die Beziehungen zum Iran einschränkt, den Sender Al-Dschasira schließt und die militärische Kooperation mit Ankara beendet.

Die Türkei unterhält eine Militärbasis in Katar, die Teil eines Verteidigungsabkommens aus dem Jahr 2014 ist. Erst kürzlich hat das Parlament in Ankara einen Ausbau der Zusammenarbeit und eine Stationierung zusätzlicher Truppen beschlossen. (dpa)

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