Taliban-Überfall nahe Staudamm in Westafghanistan fordert 14 Menschenleben

Taliban-Überfall nahe Staudamm in Westafghanistan fordert 14 Menschenleben
Taliban-Überfall nahe Staudamm in Westafghanistan fordert 14 Menschenleben (Archivbild)
Bei einem Überfall der radikalislamischen Taliban auf einen Polizeiposten in der westafghanischen Provinz Herat sind zehn Polizisten getötet worden. In dem Gefecht nahe dem wichtigen Salma-Damm kamen in der Nacht auf Sonntag auch vier der Angreifer ums Leben.

Zwei Polizisten und zwei Taliban-Kämpfer seien verletzt worden. Der Damm habe keinen Schaden genommen, sagte der Sprecher der Provinz, Dscheilani Farhad, am Sonntagmorgen.

Der Salma-Damm ist einer der größten Staudämme Afghanistans. Das von Indien mit rund 270 Millionen Euro finanzierte Bauwerk wurde vor einem Jahr feierlich eingeweiht. Indische und afghanische Ingenieure hatten fast zehn Jahre lang daran gebaut. Das angeschlossene Wasserkraftwerk erzeugt 42 Megawatt Elektrizität und deckt damit ein Viertel des Energiebedarfs der großen Provinz. Die Taliban haben mehrmals versucht, den Damm zu zerstören oder zu beschädigen. Deshalb ist er schwer gesichert. (dpa)

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