Merkel: Keine Fortschritte bei Verteilung von Flüchtlingen

Merkel: Keine Fortschritte bei Verteilung von Flüchtlingen
Merkel: Keine Fortschritte bei Verteilung von Flüchtlingen
Beim umstrittenen Thema der Verteilung von Flüchtlingen hat es beim EU-Gipfel nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel keine Fortschritte gegeben. Eine faire Verteilung unter den EU-Ländern bleibe aber wichtiger Teil der europäischen Solidarität.

"Ich werde nicht aufhören, darüber zu sprechen", betonte Merkel am Freitag in Brüssel auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Vor allem müsse man sich in die Lage von Italien und Griechenland versetzen, wo viele der Flüchtlinge zuerst ankommen. Vor allem osteuropäische Länder widersetzen sich der Aufnahme von Flüchtlingen, obwohl die Verteilung in der EU beschlossen worden war.

Macron stellte sich erneut mit klaren Worten hinter die Flüchtlingspolitik Merkels. "Wir müssen Flüchtlinge aufnehmen, weil das unsere Tradition ist und weil uns das zu Ehren gereicht", sagte er. "Wir müssen Solidarität zeigen, wenn ein Nachbar mit einem enormen Zustrom an Flüchtlingen oder Migranten konfrontiert ist."

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Der französische Präsident ergänzte, er werde immer an der Seite Merkels stehen, um zu verhindern, dass es noch einmal zu einer Flüchtlingskrise wie vor zwei Jahren komme. Die deutsche Kanzlerin habe damals mutige Positionen eingenommen.

Macron machte zugleich deutlich, dass es seiner Meinung nach auch mit den von der Wirtschafts- und Finanzkrise am stärksten betroffenen Staaten nicht ausreichend Solidarität gab. Solche Vorwürfe hatte es damals vor allem gegen Deutschland gegeben. (dpa)

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