IS um Geld gebeten: Terrorprozess gegen Syrier in Deutschland

IS um Geld gebeten: Terrorprozess gegen Syrier in Deutschland
Landgericht Saarbrücken. (Archivbild)
Ein 38 Jahre alter Syrer steht wegen mutmaßlicher Anschlagspläne in Deutschland vor Gericht. Der Mann soll Anschläge in einigen deutschen Großstädten sowie in Nachbarländern geplant und die Terrormiliz "Islamischer Staat" um Geld dafür gebeten haben.

Für den Prozess, der am Freitag vor dem Landgericht im saarländischen Saarbrücken begann, sind bislang acht Verhandlungstage bis Mitte August angesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann den „Versuch der Beteiligung an einem Mord“ vor. Der Angeklagte will sich nach früheren Angaben seines Verteidigers nicht zu den Vorwürfen äußern.

Der Anwalt hatte vorab betont, sein Mandant habe niemals vorgehabt, wirklich einen Anschlag zu begehen. Er habe dieses den Extremisten des IS nur vorgegaukelt und das Geld für sich haben wollen. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, Ende 2016 mit einem Mann über Facebook Kontakt aufgenommen zu haben, von dem er glaubte, er gehöre zum IS und könne Geld für Sprengstoffanschläge in Europa zur Verfügung stellen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er ihn um 180.000 Euro gebeten haben. (dpa)