Einsatzort Türkei bei deutschen Managern unbeliebter

Einsatzort Türkei bei deutschen Managern unbeliebter
Einsatzort Türkei bei deutschen Managern unbeliebter (Symbolbild)
Die verschlechterte Sicherheitslage in der Türkei erschwert Unternehmen nach Angaben der deutsch-türkischen Handelskammer die Rekrutierung deutscher Manager für einen Einsatz in dem Land. „Die Türkei war in der Vergangenheit unter den ersten drei Prioritäten für Führungspersonal, das ins Ausland ging“, sagte der geschäftsführende Vorstand der Kammer in Istanbul, Jan Nöther, der Deutschen Presse-Agentur. „Die Priorität hat in den vergangenen zwei Jahren abgenommen.“

Das gelte besonders für Manager mit Familien. Grund dafür seien nicht die politischen Spannungen, sondern die Zunahme der Gewalt seit dem Sommer 2015. Die politischen Spannungen zwischen Berlin und Ankara haben nach Angaben Nöthers bislang keine Auswirkungen auf die Geschäfte deutscher Firmen in der Türkei. „Wir erkennen keine Benachteiligung deutscher Unternehmen“, sagte Nöther. „Es gibt auch keine Anzeichen dafür, dass deutsche Unternehmen juristisch beeinträchtigt wären. Wir gehen auch nicht davon aus, dass das in Zukunft so sein wird.“

Nöther sagte, der Putschversuch in der Türkei vor knapp einem Jahr habe nicht zu einer massenhaften Abwanderung deutscher Unternehmen aus dem Schwellenland geführt. „Wir hatten im vergangenen Jahr 20 Austritte bei 880 Mitgliedern. Das ist aber die normale Fluktuation.“ Die von der türkischen Regierung ausgerufenen „Säuberungen“ von Anhängern der Gülen-Bewegung, die die Regierung für den Putschversuch verantwortlich macht, hätten deutsche Firmen kaum betroffen. (dpa)

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