Großbritannien will nach Brexit keine EU-Bürger ausweisen

Großbritannien will nach Brexit keine EU-Bürger ausweisen
Großbritannien will nach Brexit keinen EU-Bürger ausweisen
Die britische Regierung will nach dem Brexit keine EU-Bürger aus dem Land ausweisen. Dieses Angebot unterbreitete Premierministerin Theresa May am Donnerstagabend beim EU-Gipfel in Brüssel nach Angaben aus Teilnehmerkreisen. Niemand, der derzeit rechtmäßig im Vereinigten Königreich sei, solle gezwungen werden, das Land zu verlassen. Familien sollten nicht getrennt werden.

Es geht um rund 3,2 Millionen EU-Bürger in Großbritannien, die nach dem Antrag des Landes auf EU-Austritt um ihre Zukunft fürchten. May schlug den Angaben zufolge vor, alle EU-Bürger, die bis zu einem bestimmten Stichtag fünf Jahre im Land waren, sollten einen geregelten Rechtsstatus bekommen. Sie sollten mit Blick auf Kranken- und Rentenversicherung möglichst so wie britische Bürger behandelt werden.

Wer bis zum Stichtag weniger als fünf Jahre in Großbritannien gelebt habe, solle die Gelegenheit bekommen, die fünf Jahre voll zu machen und ebenfalls einen geregelten Status zu bekommen. Die Premierministerin machte auch deutlich, dass die Vereinbarungen auf Gegenseitigkeit basieren sollten.

Mays Regierung hatte bereits vorige Woche ein „großzügiges Angebot“ an die EU-Bürger im Land angekündigt. Die Einzelheiten will sie kommenden Montag vorstellen. Anfang der Woche hatten Großbritannien und die EU ihre Verhandlungen über den EU-Austritt begonnen. Er soll bis Ende März 2019 vollzogen sein. (dpa)