Ägypten tötet mutmaßliche Terroristen - Ausnahmezustand verlängert

Ägypten tötet mutmaßliche Terroristen - Ausnahmezustand verlängert
Ägyptische Sicherheitskräfte. (Symbolbild)
Ägyptische Sicherheitskräfte haben eigenen Angaben zufolge sieben Extremisten getötet, die angeblich an Anschlägen gegen die christliche Minderheit im Land beteiligt waren. Die Männer seien bei einer Schießerei mit der Polizei in einer Wüstengegend südlich der Hauptstadt Kairo ums Leben gekommen, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit. Die Gruppe habe zuerst geschossen.

Christen wurden in den vergangenen Monaten wiederholt zu Opfern von Angriffen, zu denen sich die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte. Unter anderem explodierten Bomben in koptischen Kirchen. Auch ein Bus mit Christen wurde von Bewaffneten angegriffen. In den vergangenen gut sechs Monaten starben bei den Vorfällen insgesamt mehr als 100 Menschen. Zehn Prozent der 93 Millionen Ägypter sind Christen.

Zudem bestätigte die Regierung am Nil am Donnerstag den Plan von Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi, den seit April geltenden Ausnahmezustand im Land um drei weitere Monate zu verlängern. Dieser war nach den schweren Anschlägen auf zwei Gotteshäuser in den Städten Tanta nördlich von Kairo und Alexandria am Mittelmeer in Kraft getreten. Polizei und Militär in Ägypten besitzen ohnehin schon weitreichende Befugnisse, so dass sich die Änderungen für viele Bewohner nicht bemerkbar machen. (dpa)