Neue Asylverfahren in Deutschland dauern im Schnitt 1,4 Monate

Neue Asylverfahren in Deutschland dauern im Schnitt 1,4 Monate
Neue Asylverfahren in Deutschland dauern im Schnitt 1,4 Monate
Neu gestellte Asylanträge in Deutschland werden derzeit im Durchschnitt innerhalb von 1,4 Monaten bearbeitet. Insgesamt sei die durchschnittliche Dauer aber deutlich höher und steige noch, sagte die Präsidentin des deutschen Amtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Jutta Cordt.

Grund hierfür sei die Abarbeitung komplexer Altfälle, erklärte Cordt auf einem Symposium zum Flüchtlingsschutz in Berlin. Im ersten Quartal des laufenden Jahres brauchte das BAMF für die Bearbeitung eines Asylantrags insgesamt durchschnittlich 10,4 Monate. Im vierten Quartal 2016 hatte die Zahl bei 8,1 Monaten gelegen, im gesamten vergangenen Jahr noch bei 7,1 Monaten. Überdurchschnittlich lange hatten im ersten Quartal 2017 beispielsweise Menschen aus Guinea (16,1 Monate), Russland (15,2 Monate), Somalia (14,9 Monate) und Nigeria (14,4 Monate) auf ihren Asylbescheid gewartet.

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Hintergrund für die lange Dauer ist die große Zahl an Asylverfahren, die sich über längere Zeit angestaut haben. Im Zuge der großen Flüchtlingsbewegung im Jahr 2015 waren fast eine Million Menschen nach Deutschland gekommen. (dpa/rt deutsch)

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