Ägyptisches Gericht fällt 30 Todesurteile wegen Anschlag auf Generalstaatsanwalt

Ägyptisches Gericht fällt 30 Todesurteile wegen Anschlag auf Generalstaatsanwalt
Ägyptisches Gericht fällt 30 Todesurteile wegen Anschlag auf Generalstaatsanwalt
Ein ägyptisches Gericht hat am Samstag 30 Islamisten wegen ihrer Beteiligung an der Ermordung des ehemaligen Generalstaatsanwaltes Hischam Barakat zum Tode verurteilt. Der frühere Generalstaatsanwalt ist das prominenteste Opfer in einer Reihe von Anschlägen im Land seit der Entmachtung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im Jahr 2013. Hischam Barakat war Ende Juni 2015 in Kairo bei einem Bombenanschlag auf seinen Autokonvoi ums Leben gekommen.

Der Vorsitzende Richter Hassan Farid sagte bei der Urteilsverkündung, die Tötung des ehemaligen Generalstaatsanwaltes sei eine "abscheuliche und feige Verschwörung" gewesen. Insgesamt waren 67 Menschen angeklagt - 16 von ihnen in Abwesenheit. Im vergangenen Jahr hatten ägyptische Behörden die islamistischen Muslimbrüder für die Tat verantwortlich gemacht. Sie hätten mit der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas zusammengearbeitet.

Die Richter leiteten ihr Urteil an den Großmufti für eine nicht bindende Einschätzung weiter. Am 22. Juli wird das Gericht seine Entscheidung dann noch einmal bestätigen oder verwerfen. Danach kann Berufung gegen den Richterspruch eingelegt werden. (dpa)

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