Dschibuti wirft Eritrea Besetzung umstrittenen Grenzgebiets vor

Dschibuti wirft Eritrea Besetzung umstrittenen Grenzgebiets vor
Dschibutische Soldaten.
Nach dem Abzug katarischer Friedenstruppen von der Grenze zwischen Eritrea und Dschibuti steigen die Spannungen zwischen den zwei ostafrikanischen Staaten. Dschibuti warf am Freitag seinem Nachbarn Eritrea vor, ein Teil des umstrittenen Gebiets an der Grenze beider Länder besetzt zu haben. Kurz nachdem Katar seine Friedenstruppen am Montag abgezogen habe, seien eritreische Soldaten in das Gebiet vorgerückt, sagte Dschibutis Botschafter in Äthiopien, Mohammed Idriss Farah.

Die Regierung Eritreas war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Eritrea hatte Anfang der Woche wie bereits Saudi-Arabien und mehrere arabische Staaten seine diplomatischen Kontakte zu Katar abgebrochen. Die Länder werfen dem Emirat die Unterstützung von Terrororganisationen und eine große Nähe zum schiitischen Iran vor. Daraufhin hatte Katar seine Friedenstruppen aus Ostafrika abgezogen.

Das bergige Grenzgebiet zwischen Eritrea und Dschibuti war lange umstritten; 2008 flammte der Konflikt erneut auf. Katar vermittelte 2010 ein Friedensabkommen zwischen den beiden Ländern. Seitdem waren katarische Truppen in dem umstrittenen Grenzgebiet stationiert. (dpa/rt deutsch)

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