Kämpfer einer Miliz im Kongo legen Waffen nieder

Kämpfer einer Miliz im Kongo legen Waffen nieder
Kongolesische Militärs.
Rund 100 Mitglieder der Rebellengruppe Kamuina Nsapu im zentralafrikanischen Kongo haben nach Angaben der Behörden die Waffen niedergelegt. Die Kämpfer der Miliz hätten am Mittwoch in der Stadt Kananga kapituliert, sagte der Parlamentspräsident der Provinz Zentral-Kasai, Francois Kalamba. „Später werden sie entscheiden müssen, ob sie einen Beruf erlernen oder für die Polizei arbeiten möchten“, erläuterte Kalamba.

Der Anführer der Gruppe war im August 2016 getötet worden, seitdem kommt es in der Region Kasai immer wieder zu Gefechten. Der Miliz gehören Tausende Kämpfer an, eine genaue Zahl ist aber nicht bekannt. Schätzungsweise bis zu 1.000 Menschen wurden seit August bei den Kämpfen getötet. Rund 1,3 Millionen Menschen haben wegen der Gewalt in anderen Landesteilen Schutz gesucht, etwa 30.000 sind nach UN-Angaben nach Angola geflohen. Erst jüngst hatte der UN-Menschenrechtskommissar Said Raad al-Hussein eine internationale Untersuchung der Gräueltaten in der Kasai-Region gefordert. (dpa/rt deutsch)

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