Österreichs Imame setzen Zeichen gegen Extremismus und Terror

Österreichs Imame setzen Zeichen gegen Extremismus und Terror
Moschee im Islamischen Zentrum in Wien.
Über 300 islamische Geistliche haben in Österreich eine Deklaration gegen Extremismus und Terror unterzeichnet. Öffentlich stellten sich die Imame in Wien gegen jede Form der Gewalt. „Wir verurteilen terroristische Gewalttaten in der ganzen Welt“, hieß es in dem Schreiben, das in Österreichs größter Moschee präsentiert wurde. Die Gräueltaten der Terrormiliz „Islamischer Staat“ widersprächen dem Islam. Die Terroristen missbrauchten eine friedliche Religion, um ihre politischen Ziele zu verfolgen.

Zudem appellierten die Unterzeichner an die 700.000 Muslime in Österreich, einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben zu leisten. Die Gläubigen sollten sich in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens einbringen. Gleichzeitig warnten sie vor Rassismus gegenüber Muslimen. Die aufgeheizte Stimmung sei „perfekter Nährboden für extremistische Tendenzen“.

Mit dem Schritt folgten die österreichischen Imame ihren britischen Amtsbrüdern. Mehr als 130 Imame hatten dort den mutmaßlichen Attentätern Anfang Juni in London das muslimische Totengebet verweigert. „Solche unvertretbaren Handlungen sind nicht mit den edlen Lehren des Islams zu vereinen“, hieß es in der Stellungnahme. (dpa/rt deutsch)

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