UNO veröffentlicht Menschenrechtsbericht zur Ukraine

UNO veröffentlicht Menschenrechtsbericht zur Ukraine
UNO veröffentlicht Menschenrechtsbericht zur Ukraine
Das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (UNHCHR) hat am Dienstag einen weiteren Bericht über die Situation in der Ukraine veröffentlicht. Das Dokument umspannt den Zeitraum vom 16. Februar bis zum 15. Mai 2017.

In dieser Zeitspanne registrierte die UN-Beobachtermission 36 Todesfälle unter der Zivilbevölkerung durch den Donbass-Konflikt. 157 weitere wurden verletzt. Das sei um 48 Prozent mehr als in der vorigen Berichtsperiode und um 70 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, so der Bericht. In 41 Prozent der Fälle hätten Landminen und Blindgänger den Tod der Zivilisten verursacht.       

Die UN-Menschenrechtler kritisierten darüber hinaus den Ermittlungsstand bei der Untersuchung der Brandtragödie von Odessa und der Ermordung des Journalisten Oles Busina. Auch die von der Regierung in Kiew verhängte Blockade gegen den Donbass habe zu einer Situation geführt, bei der tausende Menschen in Bezug auf ihre Arbeit, Einkommen und Lebensunterhalt in Ungewissheit seien. Das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte bemängelte darüber hinaus, dass sich die Donbass-Rentner zurzeit in der Zentralukraine als Binnenvertriebene registrieren lassen müssen, um ihre Rente bekommen zu können. Auf diese Weise habe die Regierung in Kiew zwischen Dezember 2014 und Dezember 2016 ungefähr 400.000 Menschen ihres Ruhegeldes beraubt, besagt das Dokument. (RIA Nowosti)

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