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Pakistan: Todesurteil wegen Facebook-Kommentar

Pakistan: Todesurteil wegen Facebook-Kommentar
Laut der Volkszählung von 1998 waren 96,3 Prozent der Einwohner Pakistans Muslime. Der überwiegende Teil der Pakistaner (bis zu 80 Prozent) praktiziert traditionell eine orthodoxe Form des Islam. Der Islam ist Staatsreligion.
Laut der britischen Zeitung Guardian wurde in Pakistan ein 30-jähriger Mann zum Tode verurteilt. Er soll blasphemische Kommentare auf Facebook verbreitet haben. Es ist das erste Todesurteil, das aufgrund von Kommentaren auf dem Internet ausgesprochen wurde.

Es ist nicht das erste Todesurteil in Pakistan wegen Blasphemie. Seit 1986 sieht das pakistanische Gesetz für die "Schändung des Korans" eine lebenslängliche Haft und für die "Beleidigung des Namens Mohammeds" sogar die Todesstrafe vor. Das Besondere an der aktuellen Verurteilung ist, dass erstmals wegen Gotteslästerung im Internet das Todesurteil ausgesprochen wurde. Der Mann hatte laut dem Richter herabwürdigende Facebook-Kommentare über den Propheten Mohammed veröffentlicht.

Proteste gegen die Anschläge in Afghanistan; Peschawar, Pakistan, 3. Juni 2017.

In Pakistan werden seit Wochen Blogs und soziale Netzwerken nach blasphemischen Inhalten durchsucht. Werden welche gefunden, dann sollen sie sofort gelöscht oder blockiert werden. Fast 13.000 Webseiten wurden laut der pakistanischen Tageszeitung "Express Tribune" seit dem Beginn der Blasphemie-Zensurmaßnahme in Pakistan gesperrt.

Der Verurteilte wurde bereits im letzten Jahr von der Abteilung für Terrorismusbekämpfung verhaftet. Allerdings könnte ihm die Vollstreckung des Todesurteils durch Erhängen erspart bleiben. Laut dem Deutschlandfunk wurde in Pakistan noch kein Todesurteil wegen Gotteslästerung tatsächlich vollstreckt.

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