Berufung gegen Trumps Einreisestopp scheitert vor weiterem US-Gericht

Berufung gegen Trumps Einreisestopp scheitert vor weiterem US-Gericht
Hat mit seinem Einreisestopp vor Gericht kein Glück: US-Präsident Donald Trump
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump ist vor einem weiteren Gericht damit gescheitert, ihr Einreiseverbot für Menschen aus sechs überwiegend islamischen Ländern durchzusetzen. Trump hatte den Einreisestopp eine Woche nach Amtsantritt per Dekret verhängt.

Das für eine Klage aus dem Bundesstaat Hawaii zuständige Berufungsgericht im 9. Bezirk teilte am Montag in Seattle (Bundesstaat Washington) mit, würde der Einreisestopp in Kraft gesetzt, führe das zu Chaos und Konfusion.

Unabhängig von dieser Entscheidung hatte die US-Regierung bereits das Oberste Gericht angerufen, um endgültig über das Vorhaben entscheiden zu lassen. Dafür gibt es noch keinen Zeitpunkt. Zuvor hatte bereits ein Berufungsgericht im US-Bundesstaat Virginia den Stopp des Einreiseverbots bekräftigt.

Donald Trump und Vize-Präsident Mike Pence und Außenminister Rex Tillerson im Weißen Haus in Washington, 31. Mai 2017.

Trump hatte den Einreisestopp eine Woche nach Amtsantritt per Dekret verhängt, er sorgte für Durcheinander und Proteste in aller Welt. Wenig später stoppte ein Gericht in Seattle das Dekret aufgrund einer Klage aus dem Staat Washington. Das Weiße Haus milderte den Erlass an mehreren Stellen ab und reduzierte die Zahl der betroffenen Länder auf sechs.

Auch diese Fassung scheiterte gerichtlich. Im Kern aller Ablehnungen wird stets auf den Verfassungsgrundsatz der Religionsfreiheit verwiesen: Der Stopp könnte diskriminierend gegenüber Muslimen sein. Oft zitieren die Richter dazu Wahlkampfreden und Tweets Trumps.

Das Weiße Haus begründet Trumps Maßnahme mit Interessen der nationalen Sicherheit, über die der Präsident die Entscheidungsbefugnis habe.

(rt deutsch/dpa)

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