Familie erhielt weiter Sozialleistungen – obwohl sie im Irak und Syrien für den IS kämpfte

Familie erhielt weiter Sozialleistungen – obwohl sie im Irak und Syrien für den IS kämpfte
Rund um Mossul finden heftige Kämpfe statt. Bei Kämpfen in der irakischen Stadt Schirkat südlich von Mossul sind am Montag Korrespondentenberichten zufolge mehr als 30 Menschen getötet worden.
Wie die Braunschweiger Zeitung berichtet, bezog eine zum Islamischen Staat (IS) ausgereiste Familie aus Wolfsburg mit zwei Kleinkindern noch rund ein Jahr lang Sozialleistungen. Die Zahlungen an das Ehepaar, gegen das ermittelt wird, wurden mittlerweile eingestellt.

Laut dem Landeskriminalamt (LKA) wird gegen das Paar wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat ermittelt. Die Zahlungen von Sozialleistungen seien inzwischen eingestellt worden. Der Vater des ausgereisten Mannes habe mit dessen EC-Karte rund ein Jahr lang das eingegangene Kinder-, Arbeitslosen- und Betreuungsgeld abgehoben, berichtet die Braunschweiger Zeitung. Dabei habe er mal dreistellige, mal vierstellige Geldsummen abgeholt. Bei einer Durchsuchung im Haus des Mannes im Februar 2016 sei Bargeld in Höhe von 19.200 Euro sichergestellt worden.

Symbolbild: IS-Kämpfer in Mossul; 14. Oktober 2016

Nachdem die Trickserei aufgeflogen sei, verurteilte ein Gericht den Mann wegen Betrugs, so die Braunschweiger Zeitung. Die Familie ist nach LKA-Angaben nach der Ausreise im Herbst 2014 nicht mehr zurückgekehrt. Ob das Ehepaar und seine 2013 geborenen Zwillinge noch leben, ist unklar. Dass die Zahlungen nicht rechtzeitig eingestellt wurden, lag offenbar an einem Kommunikationsfehler. Das LKA informierte zwar die Stadt Wolfsburg. Doch die Stadt gab die Information nicht an die für die Auszahlung zuständige Bundesagentur für Arbeit weiter.

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