Britische Konservative einigt sich grundsätzlich mit DUP

Britische Konservative einigt sich grundsätzlich mit DUP
Britische Konservative einigt sich grundsätzlich mit DUP
Die konservative Partei der britischen Premierministerin Theresa May hat sich mit der nordirisch-konservativen Partei DUP im Grundsatz auf ein Regierungsbündnis verständigt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur PA sollen die Einzelheiten der Vereinbarung auf einer Kabinettssitzung am Montag besprochen werden.

Später sagte ein Sprecher der Democratic Unionist Party (DUP), dass die Verhandlungen über eine Zusammenarbeit im Parlament noch andauern würden. Die Gespräche seien bisher "positiv". Sie würden in der kommenden Woche fortgesetzt, um Details zu besprechen.  

Die angeschlagene Premierministerin, deren Politik- und Führungsstil zunehmend infrage gestellt wird, ist auf eine Unterstützung der DUP im Unterhaus angewiesen. Theresa May hatte die vorgezogene Neuwahl eigentlich mit dem Ziel ausgerufen, um vor Beginn der Brexit-Verhandlungen ihre Regierungsmehrheit zu verbreitern. Stattdessen verloren die Konservativen aber ihre absolute Mehrheit. Die DUP ist strikt gegen eine undurchlässige EU-Außengrenze zwischen Nordirland und Irland nach dem EU-Austritt der Briten. Nordirland befürchtet wirtschaftliche Nachteile und ein Wiederaufflammen des Konflikts zwischen pro-irischen Republikanern und pro-britischen Unionisten. Dagegen hat Theresa May die Kontrolle über die eigenen Grenzen bisher als wichtigstes Ziel der Verhandlungen mit der EU genannt und ist bereit, dafür die Mitgliedschaft im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion aufzugeben. Die Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der EU sollen bereits am 19. Juni beginnen. (dpa)

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