Festgehaltener Fotograf kehrt aus der Türkei nach Frankreich zurück

Festgehaltener Fotograf kehrt aus der Türkei nach Frankreich zurück
Festgehaltener Fotograf kehrt aus der Türkei nach Frankreich zurück
Der einen Monat lang in der Türkei festgehaltene französische Fotograf Mathias Depardon ist am späten Freitagabend in seiner Heimat angekommen. Bei seiner Rückkehr erinnerte der Mann an das Schicksal anderer Journalisten in der Türkei. "Das ist für mich die Gelegenheit, ein Zeichen der Unterstützung an meine Kollegen zu schicken, die in der Türkei inhaftiert sind", sagte Mathias Depardon.

Der Fotograf war für das Magazin National Geographic im Südosten der Türkei im Einsatz gewesen, als er am 8. Mai festgenommen worden war. Nach Angaben seiner Anwältin wurde ihm "Terrorpropaganda" vorgeworfen. Zudem war seine Akkreditierung ausgelaufen. Mathias Depardon kam zwar in Abschiebehaft, wurde aber entgegen der üblichen Praxis nicht abgeschoben. Zwischenzeitlich trat der Inhaftierte in den Hungerstreik. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron setzte sich beim türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan für seine Freilassung ein.

In der Türkei sitzt auch der deutsch-türkische Welt-Korrespondent Deniz Yücel im Gefängnis. Die Bundesregierung fordert bislang erfolglos seine Freilassung. Auf der diesjährigen Rangliste von Reporter ohne Grenzen liegt die Türkei auf Platz 155 von 180.

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