Boko Haram verübt drei Selbstmordanschläge in Nigeria – mindestens 17 Tote

Boko Haram verübt drei Selbstmordanschläge in Nigeria – mindestens 17 Tote
Boko Haram verübt drei Selbstmordanschläge in Nigeria – mindestens 17 Tote (Symbolbild)
Bei einem Angriff von mutmaßlichen Boko-Haram-Kämpfern auf die Großstadt Maiduguri sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Bei drei Selbstmordanschlägen kamen die Attentäter und mindestens zehn weitere Menschen ums Leben. Gleichzeitig griffen die Extremisten am Mittwochabend auch mit schweren Waffen das Dorf Aldawari am Stadtrand von Maiduguri an, wurden aber von Sicherheitskräften zurückgedrängt. Dort kamen den Angaben zufolge drei Angreifer und ein Bewohner ums Leben.

Das erklärte der Polizeichef des Bundesstaats Borno, Damian Chukwu, am Donnerstag. Der offenbar koordinierte Angriff auf Maiduguri war einer der größten Boko Haram zugeschriebenen Angriffe seit vielen Monaten. Die Stadt Maiduguri ist vom Militär gut gesichert, dort befinden sich auch zehntausende Vertriebene, die vor der Gewalt der sunnitischen Fundamentalisten Schutz gesucht haben. Boko Haram terrorisiert seit dem Jahr 2009 den Nordosten von Nigeria und die angrenzenden Gebiete der Nachbarländer. Seither haben die Extremisten bei Anschlägen und Angriffen dort mindestens 20.000 Menschen getötet. Boko Haram will einen sogenannten Gottesstaat errichten. Über zwei Millionen Menschen sind nach UN-Angaben vor der Gewalt geflohen, fast fünf Millionen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. (dpa)

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