Zwei Männer vor Festival-Terroralarm bei Kontrolle aufgefallen

Zwei Männer vor Festival-Terroralarm bei Kontrolle aufgefallen
Zwei Männer vor Festival-Terroralarm bei Kontrolle aufgefallen
Auf die mögliche Terrorgefahr beim Festival Rock am Ring ist die deutsche Polizei im Wege einer Verkehrskontrolle gestoßen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gerieten zwei Männer aus Hessen mit syrischen Wurzeln bereits am Donnerstag in Koblenz ins Visier der Ermittler.

Das rheinland-pfälzische Innenministerium bestätigte am Dienstag den Verdacht einer Verbindung in die dschihadistisch-salafistische Szene in Hessen, nannte aber noch keine Details.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz teilte mit, bei Durchsuchungen der Wohnungen der Verdächtigen in Hessen seien einige Beweismittel sichergestellt worden. "Die werten wir aus."

Nach einem Bericht der Koblenzer Rhein-Zeitung (Dienstag) fielen den Polizisten bei der Kontrolle der beiden Männer Armbändchen mit uneingeschränktem Zugang zum Festival auf. Ihre Namen hätten nicht zu den Personallisten gepasst, die der Veranstalter den Behörden zur Sicherheitsüberprüfung gegeben habe. Die Männer seien von einem kurzfristig zur Aushilfe eingesetzten Frankfurter Subunternehmer zu dem Musikspektakel am Nürburgring geschickt worden. Wegen des Terroralarms war das Festival mit 87.000 Besuchern am Freitag unterbrochen und das Gelände zeitweise geräumt worden. Die beiden Helfer und ein dritter Mann wurden vorübergehend festgenommen. Die Männer sind im Alter zwischen 21 und 37 Jahren.

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Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (Dienstag) soll einer der beiden in Koblenz kontrollierten Männer am 16. Mai aus der Haft entlassen worden sein. Dort habe er sich wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung befunden, der sich dann aber nicht erhärtete. Sein Zwillingsbruder sitze allerdings weiterhin hinter Gittern. Er sei als Kämpfer in Syrien gewesen. Die beiden kontrollierten Männer sollen laut dem Bericht Anfang 20 sein und deutsche Pässe haben. Ihre Eltern seien aus Syrien. (dpa)

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