Menschenrechtsrat fordert umsichtigen Anti-Terror-Kampf

Menschenrechtsrat fordert umsichtigen Anti-Terror-Kampf
Menschenrechtsrat fordert umsichtigen Anti-Terror-Kampf
Beim Anti-Terror-Kampf sollten die Regierungen nach Ansicht des UN-Menschenrechtsrats klug und umsichtig vorgehen. Jede letztlich ungerechtfertigte Festnahme könne den Hass auf Regierungen gerade unter den Familienmitgliedern von Verdächtigen weiter schüren, warnte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, am Dienstag in Genf. Eine unschuldige Person im Gefängnis könne die Einstellung vieler Familienmitglieder radikalisieren, sagte Said.

"Die Kosten einer falschen Festnahme überwiegen dramatisch all den angestrebten Nutzen." Nach dem Terroranschlag in London waren in der Nacht alle Verdächtigen wieder freigelassen worden. Zugleich beklagte Said die Weigerung vieler Länder, mit dem UN-Gremium zusammenzuarbeiten. Mitarbeiter seines Büros seien bei ihren Untersuchungen der Menschenrechtslage in bestimmten Staaten sogar Hass-Kampagnen ausgesetzt gewesen. Das gelte für den Sonderberichterstatter für Myanmar, den UN-Berichterstatter mit Schwerpunkt Philippinen und den Experten für den Iran. "Das ist völlig inakzeptabel", sagte Said. Auch das ostafrikanische Burundi steche als Mitgliedsland des Rats extrem negativ hervor. In dem Land würden die Menschenrechte besonders schlimm verletzt. Zugleich würden jegliche Versuche, die Vorgänge durch sein Büro untersuchen zu lassen, komplett torpediert, so der UN-Menschenrechtskommissar. (dpa/rt deutsch)

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