Gabriel: Deutsch-türkische Beziehungen nicht schnell zu kitten

Gabriel: Deutsch-türkische Beziehungen nicht schnell zu kitten
Gabriel: Deutsch-türkische Beziehungen nicht schnell zu kitten
Die angeschlagenen deutsch-türkischen Beziehungen werden sich aus Sicht von Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel nicht schnell normalisieren lassen. "Man darf sich keine Illusionen machen. Das geht nicht von heute auf morgen. Und es muss sich richtig was verändern", sagte der SPD-Politiker am Dienstag im Deutschlandfunk. Er stellte fest, dass die deutsch-türkischen Beziehungen "in ganz schwerem Fahrwasser sind - und zwar nicht nur wegen Incirlik".

Gabriel betonte erneut, dass durch den Abzug der Bundeswehr von dem türkischen Luftwaffenstützpunkt das Verhältnis zu Ankara nicht weiter belastet werden soll. "Wir trennen uns da anständig." Die deutsche Regierung will an diesem Mittwoch in ihrer Kabinettssitzung über den Abzug entscheiden, nachdem es keine Einigung im Streit um das Besuchsrecht von Bundestagsabgeordneten bei den in Incirlik stationierten deutschen Soldaten gegeben hatte.

Der Außenminister bedauerte, es gebe in der Sache große Unterschiede zwischen beiden Staaten. So sei das Rechtsstaatsverständnis in der Türkei ein völlig anderes geworden. Voraussetzung für eine Wiederannäherung sei, dass man in Rechtsstaatsfragen und beim Schutz deutscher Bürger wie des inhaftierten Journalisten Deniz Yücel vorankomme. Davon sei auch die von der Türkei gewünschte Verbesserung der wirtschaftlichen Beziehungen abhängig. (dpa/rt deutsch)

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