Nordkorea lehnt Hilfslieferungen von südkoreanischer Gruppe ab

Nordkorea lehnt Hilfslieferungen von südkoreanischer Gruppe ab
Nordkorea lehnt Hilfslieferungen von südkoreanischer Gruppe ab
Nordkorea hat die geplante Hilfe einer südkoreanischen Organisation zur Malaria-Bekämpfung in der Grenzregion abgelehnt. Als Grund habe Nordkorea die Entscheidung der Regierung in Seoul genannt, die jüngste Resolution des UN-Sicherheitsrats zum Raketenprogramm des Landes zu unterstützen, berichteten südkoreanische Sender unter Berufung auf den Generalsekretär der Gruppe Korean Sharing Movement, Kang Young Sik. Die Gruppe wolle die Hilfslieferungen zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Der Sicherheitsrat hatte am Freitag Nordkoreas Raketen- und Atomwaffenprogramm verurteilt. Zugleich stimmte der Rat für eine Resolution, die Sanktionen gegen zwei staatliche Unternehmen, die Staatsbank Koryo sowie die Streitkräfte für strategische Raketen vorsieht. Das UN-Gremium reagierte damit auf eine Reihe von Tests des Landes mit ballistischen Raketen in den vergangen Wochen. UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test solcher Raketen. Dabei handelt es sich in der Regel um Boden-Boden-Raketen, die auch einen Atomsprengkopf tragen können.

Das nordkoreanische Regierungsoberhaupt Kim Jong-un, begutachtet Lebensmittel in Pjöngjang, Nordkorea, 30. Juni 2015.

Seoul hatte im Mai erstmals seit mehr als einem Jahr wieder Kontakte einheimischer Organisationen mit Nordkorea genehmigt. Die Gruppe Korean Sharing Movement wollte unter anderem Moskitonetze und Mückenschutzmittel liefern. Der Schritt war ein Anzeichen dafür, dass Südkoreas neue, linksliberale Regierung trotz der erhöhten Spannungen wieder stärker auf Nordkorea zugehen will. (dpa)

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