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Gericht in Chile verurteilt über 100 Ex-Geheimdienstler wegen Entführungen

Gericht in Chile verurteilt über 100 Ex-Geheimdienstler wegen Entführungen
Gericht in Chile verurteilt über 100 Ex-Geheimdienstler wegen Entführungen (Archivbild)
Ein Gericht in Chile hat 106 frühere Geheimdienstagenten zu langjährigen Haftstrafen wegen der Entführung von Oppositionellen verurteilt. Die Männer sollen zwischen 1974 und 1975 während der Diktatur von General Augusto Pinochet 16 Anhänger linker Parteien verschleppt haben. Die linken Aktivisten gelten bis heute als verschollen.

Der Spezialrichter Hernán Crisosto verurteilte die früheren DINA-Mitarbeiter am Freitag zu Freiheitsstrafen zwischen 1,5 und 20 Jahren. Außerdem soll der chilenische Fiskus an die Angehörigen der Opfer umgerechnet 7,5 Millionen US-Dollar Entschädigung zahlen. Die Ermittlung ergab, dass die Geheimdienstler im Rahmen der sogenannten Operation Colombo das Verschwinden von insgesamt 116 linken Oppositionellen hatten verhehlen sollen.

Nach offiziellen Angaben sind während der Pinochet-Diktatur in Chile mehr als 3.000 Menschen ermordet worden. Rund 40.000 weitere Oppositionelle wurden in inhaftiert und gefoltert.

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