Mord an Joggerin von Endingen - Polizei nimmt Verdächtigen sieben Monate nach der Tat fest

Mord an Joggerin von Endingen - Polizei nimmt Verdächtigen sieben Monate nach der Tat fest
Mord an Joggerin von Endingen - Polizei nimmt Verdächtigen sieben Monate nach der Tat fest (Archivbild)
Sieben Monate nach dem Mord an einer 27-jährigen Joggerin bei Freiburg hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Bei ihm handelt es sich um einen 40 Jahre alte Fernfahrer aus Rumänien. Darüber hinaus soll der Mann im Januar 2014 auch eine Studentin im österreichischen Kufstein vergewaltigt und umgebracht haben. "Ich hoffe jetzt, dass unsere Region wieder mehr zur Ruhe kommen kann", sagte der Freiburger Polizeipräsident Bernhard Rotzinger.

Seit dem Mord in Endingen hatten die Ermittler tausende Hinweise verfolgt. Der Abgleich von Körperspuren von beiden Tatorten ergab früh, dass es sich um ein und denselben Täter handeln musste. In beiden Fällen wurden die Opfer sexuell missbraucht und mit einer Eisenstange erschlagen. Weil bei der Tat in Österreich eine spezielle Stange verwendet worden war, die in Lastwagen zum Einsatz kommt, konzentrierten sich die Ermittler schon recht früh auf die Fernfahrerbranche - allerdings lange ohne Erfolg. Die Untersuchung sei ein Langstreckenlauf gewesen, kein Sprint, erläuterte der Leiter der Kriminalpolizei, Peter Egetemaier. Bei dem festgenommenen Mann sei der Abgleich einer Speichelprobe positiv ausgefallen, berichteten die Ermittler. Der Mann bestreite die Tat.

Rund drei Wochen vor der Tat in Endingen war im nahen Freiburg eine Studentin vergewaltigt und getötet worden. In diesem Fall sitzt ein junger Flüchtling in Untersuchungshaft, der Prozess gegen ihn vor der Jugendkammer des Landgerichts Freiburg beginnt voraussichtlich Anfang September. (dpa)

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