Nach Feuer in Kinderbus: Chinesische Behörden vermuten Brandstiftung

Nach Feuer in Kinderbus: Chinesische Behörden vermuten Brandstiftung
Nach Feuer in Kinderbus: Chinesische Behörden vermuten Brandstiftung
Drei Wochen nach dem Brand eines Kindergartenbusses in China mit vielen toten Kindern gehen die Behörden von Brandstiftung aus. Der bei dem Brand getötete Busfahrer stehe unter Verdacht, das Feuer gelegt zu haben, zitierte am Freitag die Nachrichtenagentur Xinhua lokale Behörden der Hafenstadt Weihai in der Provinz Shandong. Der Mann soll demnach vor der Tat Benzin gekauft und dann während der Fahrt das Feuer gelegt haben. Er sei verärgert gewesen, dass sein Gehalt zuvor stark gekürzt wurde.

Bei dem Feuer am 9. Mai waren elf Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren, ein Betreuer sowie der Fahrer ums Leben gekommen. Der Bus war auf dem morgendlichen Weg zu einem internationalen Kindergarten, bevor er in einem Tunnel Feuer fing. Unter den Toten waren fünf koreanische und sechs chinesische Kinder.

Wegen ihrer direkten Nähe zu Südkorea gibt es in der 2,8 Millionen Einwohner zählenden Metropole am Gelben Meer eine große südkoreanische Gemeinde. Der Kindergarten gehört zur internationalen Schule von Weihai, auf die vor allem südkoreanische Kinder gehen. (dpa/rt deutsch)

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