Rauchverbot in allen tschechischen Lokalen tritt in Kraft

Rauchverbot in allen tschechischen Lokalen tritt in Kraft
Rauchverbot in allen tschechischen Lokalen tritt in Kraft
In Tschechien tritt an diesem Mittwoch - dem Weltnichtrauchertag - ein neues Rauchverbot in Kneipen und Gaststätten in Kraft. Wer sich in den Innenräumen der Lokale dann dennoch eine Zigarette anzündet, muss mit einem Bußgeld von umgerechnet bis zu 200 Euro rechnen.

Tschechien galt als eines der letzten Raucherparadiese in Europa. Das Parlament in Prag hatte sich im Januar nach Dutzenden erfolglosen Anläufen zu dem Verbot durchgerungen. Präsident Milos Zeman, obgleich selbst Kettenraucher, unterzeichnete das Gesetz einen Monat später.

Ein Mann in Paranaque City auf den Philippinen bläst seinem Kampfhahn Zigarettenrauch ins Gesicht, um ihn für den Kampf aggressiv zu machen.

Manche Beobachter rechnen indes damit, dass in vielen Kneipen munter weitergeraucht wird - und das, obwohl die Betreiber bei Übertretungen nach einer Schonzeit von 90 Tagen mit bis zu 1.900 Euro zur Kasse gebeten werden. Einige Gemeinden befürchten, dass sich vor den Gastronomiebetrieben lautstarke Ansammlungen von Rauchern bilden und die Anwohner stören. Der von vielen Touristen besuchte erste Prager Stadtbezirk schickt spezielle Anti-Konflikt-Teams in die Straßen.

"Wer vorbereitet sein wollte, ist vorbereitet", sagte der Vertriebsdirektor der Brauerei Pilsner Urquell, Tomas Mraz, der Zeitung Lidove noviny (Dienstag). Viele Kneipiers hätten im Freien Sonnenschirme und zusätzliche Aschenbecher aufgestellt. Er ist optimistisch: "In den nächsten Jahren werden wir sicherlich mehr Frauen in den Restaurants und Kneipen sehen und feststellen, dass die Gäste weniger, aber besser trinken." (dpa)