Französischer Präsident Macron: RT und Sputnik waren während des Wahlkampfs Propagandaorgane

Französischer Präsident Macron: RT und Sputnik waren während des Wahlkampfs Propagandaorgane
Französischer Präsident Macron: RT und Sputnik waren während des Wahlkampfs Propagandaorgane
Auf eine Frage von RT France zu Teilnahmeverboten von RT-Mitarbeitern während seiner Wahlkampfveranstaltungen, erklärte der französische Präsident erneut, dass es sich bei RT und Sputnik um Propagandaorgane handelt. Er belegte seine Äußerung jedoch auch dieses mal nicht.

Der neu gewählte Präsident Frankreichs, Emmanuel Macron, hat den Grund genannt, warum sein Team beschlossen hatte, dem Fernsehsender RT und der Nachrichtenagentur Sputnik Akkreditierung zu seinen Wahlveranstaltungen zu verweigern. Dabei stempelte er die beiden Medien mit Hauptsitzen in Moskau als "Propaganda" ab.

Russia Today und Sputnik waren Organe der Einflussnahme und der Propaganda – sie produzierten infame Unwahrheiten über [meine] Person,"

antwortete Macron auf die entsprechende Frage der RT France-Chefin Ksenia Fjodorowa bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Versailles.

Ich habe immer ein beispielhaftes Verhältnis mit den ausländischen Journalisten gehabt, aber es müssen schon Journalisten sein. So gut wie alle ausländischen Journalisten, die russischen mit eingeschlossen, hatten Zugang zu meinem Wahlkampf. Es ist simpel, die Regeln sind so und sie werden immer so sein,"

fügte er hinzu. Allerdings haben selbst französische Leitmedien wie La Libération darauf hingewiesen, dass Macron und sein Team bisher nicht in der Lage waren, ihre Vorwürfe mit Fakten zu belegen. Die angeblich "von RT und Sputnik in die Welt gesetzten Lügen und Gerüchte", stammten, wie Libération nachwies, tatsächlich von originär französischen Quellen

Der Sprecher Wladimir Putins, Dmitry Peskov, sagte in Moskau, er stimme mit Macrons Aussage nicht überein, was die beiden Nachrichtenagenturen betreffe. Die Verzögerung der Akkreditierung von RT und Sputnik im letzten Monat, die in einer gänzlichen Verweigerung der Akkreditierung mündete, führte zu scharfen Reaktionen aus Moskau. Die Sprecherin des Außenministeriums Maria Zakharova nannte diese eine "bewusste Diskriminierung gegen russische Medien", durchgeführt von einem "Präsidentschaftskandidaten eines Staates, der historisch gesehen wachsam ist, wenn es um die Redefreiheit geht".

Die RT-Chefredakteurin Margarita Simonyan warf Macrons Team vor, eine Kampagne von Lügen über RT und Sputnik zu kreieren. Die Kampagne Macrons hatte wiederholt Russland der Wahlintervention bezichtigt, ohne Beweise anzuführen. Russische Hacker hätten versucht, Zugang zu Wahldaten zu erlangen. Eine Fundgrube von Informationen hierzu fand sich im Netz wieder, die durch Macrons Team einen Tag vor der Stichwahl veröffentlicht wurde und die die Behauptungen untermauern sollten. Moskau hat jede Einmischung dementiert.

Trotz der schwierigen Verbindungen zählt der russische Präsident zu einem der ersten Regierungsoberhäupter, der seit Macrons Wahlsieg nach Paris reiste. Am Montag verbrachten sie drei Stunden miteinander, was Macron als einen "flüchtigen Austausch der Ansichten" beschrieb. Putin hatte das Treffen als eine "qualitative Verbesserung der Beziehungen" zwischen den Ländern beschrieben.

Anlässlich des Staatsbesuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Frankreich haben die Präsidenten beider Länder in Versailles eine gemeinsame Pressekonferenz abgehalten. Im Fokus des Treffens beider Staatschefs standen der Kampf gegen den Terrorismus sowie die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern.

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