Wieder tote Flüchtlinge auf dem Mittelmeer – 2.200 Menschen gerettet

Wieder tote Flüchtlinge auf dem Mittelmeer – 2.200 Menschen gerettet
Wieder tote Flüchtlinge auf dem Mittelmeer – 2.200 Menschen gerettet (Archivbild)
Im Mittelmeer sind erneut mindestens zehn Flüchtlinge ums Leben gekommen. Ihre Leichen wurden nach Angaben der italienischen Küstenwache am Freitag auf mehreren Booten entdeckt, die von Libyen aus in Richtung Italien in See gestochen waren. Insgesamt konnten Schiffe der Küstenwache, der italienischen Marine sowie der EU-Operation EUNAVFOR MED innerhalb von 24 Stunden 2.200 Menschen bei zwölf verschiedenen Einsätzen in Sicherheit bringen.

Erst in der vergangenen Woche war ein Flüchtlingsboot mit zahlreichen Kindern an Bord gekentert. Dabei starben mindestens 34 Menschen, die meisten von ihnen waren Kleinkinder. Indes wurde bekannt, dass überladene Schiffe mit geretteten Migranten wegen des G7-Gipfels auf Sizilien tagelang auf See bleiben mussten. Das berichteten die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und MOAS am Samstag. Italien hatte Sizilien für den G7-Gipfel ausgewählt, um auf das Flüchtlingselend aufmerksam zu machen. Jedoch gab es bei dem Treffen nur minimalen Konsens in der Frage. (dpa)

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