Menschenrechtsorganisation kritisiert Militäreinsätze gegen Demonstranten in Venezuela

Menschenrechtsorganisation kritisiert Militäreinsätze gegen Demonstranten in Venezuela
Kritik an Militäreinsätzen gegen Demonstranten in Venezuela
Die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) kritisiert den Einsatz von Soldaten gegen Demonstranten bei den Protesten gegen die Regierung in Venezuela. Sie sei besorgt über die Festnahme von Zivilisten und deren Verurteilung durch Militärgerichtshöfe. Das teilte die Kommission am Freitag nach einer Sitzung in Buenos Aires mit.

In Venezuelas Hauptstadt Caracas protestierten Demonstranten unterdessen gegen Militäreinsätze im Inneren und riefen die Streitkräfte zum Respekt vor der Verfassung auf. Polizisten feuerten Tränengas auf die Regierungsgegner und versprühten Pfefferspray, wie die Zeitung „El Nacional“ berichtete. Seit Anfang April gehen in Venezuela fast täglich Tausende Menschen gegen die Regierung auf die Straße. Die Opposition wirft Maduro vor, die Demokratie in dem südamerikanischen Land auszuhöhlen. Der sozialistische Staatschef hingegen wittert Umsturzpläne von Regierungsgegnern und ausländischen Regierungen.

Bei den Protesten kamen in den vergangenen Wochen 58 Menschen ums Leben, über 1000 wurden verletzt. Auch Generalstaatsanwältin Luisa Ortega kritisierte die übertriebene Gewaltanwendung der Sicherheitskräfte. (dpa/rt deutsch)

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