Südkorea genehmigt Kontakte von Hilfsorganisation mit Nordkorea

Südkorea genehmigt Kontakte von Hilfsorganisation mit Nordkorea
Südkorea genehmigt Kontakte von Hilfsorganisation mit Nordkorea
Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr hat Südkorea wieder Kontakte einer privaten einheimischen Hilfsorganisation mit Nordkorea genehmigt. Der Antrag der Organisation Korean Sharing Movement, unter anderem mit Nordkorea über Wege zur Bekämpfung der Malaria in der Grenzregion sprechen zu können, sei gebilligt worden, teilte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul am Freitag mit. Dabei geht es unter anderem zunächst um die Verteilung von Moskitonetzen und Mückenschutzmitteln.

Seoul wolle den zivilen Austausch einschließlich der humanitären Hilfe flexibel behandeln, solange dies nicht die internationalen Sanktionen gegen Nordkorea unterlaufe, sagte die Sprecherin in Seoul. Südkorea werde weiter streng auf Provokationen Nordkoreas reagieren. Südkoreas Regierung überprüft den Angaben zufolge derzeit die Anträge von 19 Organisationen, wieder Hilfsprojekte für Nordkorea oder Austauschprogramme mit dem Nachbarland aufnehmen zu können.

Der Schritt ist ein Anzeichen dafür, dass Südkoreas neue, linksliberale Regierung von Präsident Moon Jae In trotz der erhöhten Spannungen wieder stärker auf Nordkorea zugehen will. Die Vorgängerregierung hatte nach dem nordkoreanischen Atomtest im Januar 2016 praktisch alle zivilen Kontakte ausgesetzt. Grundsätzlich müssen alle Kontakte von Südkoreanern mit Nordkorea genehmigt werden.

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