Mindestens 18 Tote bei drei Taliban-Angriffen in Afghanistan

Mindestens 18 Tote bei drei Taliban-Angriffen in Afghanistan
Mindestens 18 Tote bei drei Taliban-Angriffen in Afghanistan (Archivbild)
Bei drei Angriffen der radikalislamischen Taliban-Miliz sind am Donnerstag in Afghanistan mindestens 18 Menschen getötet worden. Vier Angehörige des afghanischen Geheimdiensts NDS kamen ums Leben, als eine Autobombe das Gebäude traf, in dem diese sich aufhielten. Weitere fünf Menschen wurden bei einer Explosion in der Provinz Helmand verletzt. In der nordafghanischen Provinz Kundus starb ein Kind, als Taliban am Donnerstagmorgen fünf Mörsergranaten in Richtung Gouverneurspalast abschossen.

In der südafghanischen Provinz Kandahar starben in der Nacht zum Donnerstag mindestens 13 Soldaten in Gefechten mit Taliban im Bezirk Maiwand. Acht Soldaten erlitten Verletzungen. Aber auch viele Taliban-Kämpfer wurden getötet.

Die Situation in dem zentralasiatischen Staat spitzt sich in letzter Zeit in deutlichem Maße zu, nachdem die NATO ihren Kampfeinsatz Ende 2014 offiziell beendet und die meisten Truppen abgezogen hat. Die radikalen Taliban-Milizen kontrollieren größere landwirtschaftlich geprägte Gebiete. Auch der Einfluss der Terrormiliz Islamischer Staat nimmt zu. NATO-Truppen sind in der Region nur noch mit einem Ausbildungseinsatz präsent. (dpa)

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