Ägypten sperrt 21 Internetseiten - Auch Al Jazeera betroffen

Ägypten sperrt 21 Internetseiten - Auch Al Jazeera betroffen
Ägypten sperrt 21 Internetseiten - Auch Al-Dschasira betroffen
Ägypten hat 21 Webseiten gesperrt, darunter die des arabischen Nachrichtenkanals Al Jazeera. Nicht mehr zugänglich seien auch der Internetauftritt der in Ägypten verbotenen Muslimbrüder sowie anderer islamistischer Medien, meldete die Nachrichtenseite Al-Masry al-Youm. Ebenfalls blockiert wurde demnach die arabische Version der Huffington Post sowie die in Kairo ansässige Seite Mada Masr. Sie sollen Material enthalten haben, das Terrorismus und Extremismus unterstütze sowie Lügen verbreite.

Ägypten geht seit dem Sturz des frei gewählten Präsident Mohammed Mursi im Jahr 2013 mit harter Hand gegen Islamisten vor. In den Fokus geriet auch immer wieder der Sender Al Jazeera, der vom Emirat Katar finanziert wird. Ägypten und andere arabische Staaten werfen dem Golfstaat vor, die Muslimbrüder und andere Islamisten zu fördern.

Der ägyptische Präsident Abdel Fattah Al Sisi bei seinem Besuch in Washington, vergangene Woche, bei einem Treffen mit Donald Trump, Washington, DC, 3. April 2017.

Die Blockade der Seiten kommt zwei Tage nach angeblich kritischen Äußerungen des Emirs von Katars, Tamim bin Hamad Al Thani, über Ägypten und andere arabische Staaten. Katars staatliche Nachrichtenagentur QNA zitierte ihn zudem mit lobenden Worten für den Iran, mit dem die meisten anderen Golfstaaten verfeindet sind.

Katars Außenministerium erklärte danach zwar, der Bericht sei gefälscht gewesen und von Hackern auf der Internetseite der QNA veröffentlicht worden. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ließen dennoch wie jetzt Ägypten die Nachrichtenseite von Al-Jazeera sowie andere katarische Internetauftritte sperren. (dpa)

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