Berlin rechnet mit NATO-Beteiligung an Anti-IS-Koalition

Berlin rechnet mit NATO-Beteiligung an Anti-IS-Koalition
Berlin rechnet mit NATO-Beteiligung an Anti-IS-Koalition
Die Bundesregierung rechnet damit, dass die NATO - wie von den USA gewünscht - Mitglied der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ wird. Eine entsprechende Entscheidung könnte auf dem NATO-Gipfel am Donnerstag bekannt gegeben werden. So hieß es am Mittwoch in Berlin aus Diplomatenkreisen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bereits vor zwei Wochen nach einem Gespräch mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg angedeutet, dass sie eine Einbindung der NATO in die Anti-IS-Koalition nicht ablehnt. Sie betonte aber, es werde keine militärische Aktivität Deutschlands erweitert. Stoltenberg wollte am Mittwochvormittag nicht bestätigen, dass der Beitritt der NATO zur Anti-IS-Koalition bereits so gut wie beschlossen ist. „Wir sind immer noch in der Diskussion“, sagte er.

Aus Diplomatenkreisen hieß es, zuletzt habe Frankreich noch Vorbehalte gegen die neuen Anti-Terror-Pläne des Bündnisses gehabt. Paris will demnach verhindern, dass mit der Koalitionsmitgliedschaft gleichzeitig eine höhere finanzielle Beteiligung aller Bündnisstaaten einhergeht. (dpa/rt deutsch)

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