EU-Ratsvorsitz optimistisch für weitere Griechenland-Hilfen

EU-Ratsvorsitz optimistisch für weitere Griechenland-Hilfen
EU-Ratsvorsitz optimistisch für weitere Griechenland-Hilfen
Trotz der Vertagung frischer Kredite für Griechenland gibt sich Malta als derzeitiger EU-Ratsvorsitz optimistisch. „Eine Einigung war sehr nahe“, sagte der maltesische Finanzminister Edward Scicluna am Dienstagmorgen in Brüssel. Er erwarte einen Kompromiss. „Das ist sehr wichtig für Griechenland, für die Europäische Union und auch für den Internationalen Währungsfonds.“

In der Nacht hatten sich die Finanzminister der Eurogruppe noch nicht auf die Freigabe weiterer Kredite für das überschuldete Griechenland einigen können, obwohl Athen die bisher geforderten Sparprogramme aufgelegt hatte. Bis 15. Juni soll nun eine Lösung stehen, damit im Juli bis zu sieben Milliarden Euro fließen können. Knackpunkt in den Verhandlungen ist die Frage, ob Griechenland seine Schulden langfristig schultern kann oder Erleichterungen braucht.

Der Internationale Währungsfonds hat so große Zweifel an der Tragfähigkeit der Schuldenlast, dass er bisher bei dem seit dem Jahr 2015 laufenden Hilfsprogramm für Griechenland außen vor blieb. Deutschland beharrt aber auf einer Beteiligung des IWF, sonst soll kein weiteres Geld mehr an Athen fließen. Doch lehnt Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble konkrete Zusagen für Schuldenerleichterungen ab. Das Hilfsprogramm umfasst bis zu 86 Milliarden Euro bis zum Jahr 2018. (dpa/rt deutsch)

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