Deutschland und Frankreich wollen Eurozone rasch stabilisieren

Deutschland und Frankreich wollen Eurozone rasch stabilisieren
Deutschland und Frankreich wollen Eurozone rasch stabilisieren
Deutschland und Frankreich wollen mit konkreten Vorschlägen zur Stärkung der Währungsunion Tempo machen. Bis zum deutsch-französischen Ministerrat im Juli solle eine gemeinsame Arbeitsgruppe konkrete Vorschläge unterbreiten, kündigten Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und sein neuer französischer Amtskollege Bruno Le Maire am Montag nach einem Treffen in Berlin an. Beide Länder seien dafür, eine "neue Dynamik" bei der Integration der Eurozone schaffen zu wollen, sagte Le Maire.

"Es geht bisher nicht schnell genug und nicht geradlinig genug", sagte der französische Minister. Es gebe viel zu tun. "Und wir werden es zusammen tun", fügte er hinzu. Nach den Worten Schäubles haben Deutschland und Frankreich bei der Stärkung der Eurozone eine "besondere Führungsverantwortung". 

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Die zwei größten EU-Länder wollen zudem einen neuen Anlauf nehmen für eine Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung in Europa. Seit Jahren werde darüber geredet, sagte Le Maire: "Jetzt werden wir dies wirklich frontal angehen, damit es konkrete Fortschritte gibt." Einen solchen gemeinsamen Vorstoß hatte es bereits 2012 gegeben, der aber folgenlos blieb. Schäuble sprach von einem sehr "ambitionierten Vorhaben". Es gehe um den Versuch für ein gemeinsames eigenes Unternehmenssteuerrecht oder um eine schnellere gemeinsame Bemessungsgrundlage bei der Körperschaftssteuer in der EU. (dpa)