Trump setzt harte Anti-Iran-Linie in Israel fort

Trump setzt harte Anti-Iran-Linie in Israel fort
Trump setzt harte Anti-Iran-Linie in Israel fort
US-Präsident Donald Trump hat während seines Besuchs in Israel den Versuch einer Isolierung des Irans weiter vorangetrieben. "Der Iran darf niemals eine Atomwaffe haben", sagte Trump am Montag in Jerusalem nach einem Treffen mit Staatspräsident Reuven Rivlin. Iran müsse das Anfachen und die Unterstützung des Terrorismus beenden, forderte Trump.

Viele in der muslimischen Welt seien sich der wachsenden Bedrohung durch den Iran bewusst, sagte Trump. Das habe er am Wochenende während seines Besuchs in Riad erfahren. Trump hatte dort seine Ablehnung Irans mit einer vehementen US-Unterstützung Saudi-Arabiens untermauert und dies auch in einer Ansprache begründet. Saudi-Arabien und der Iran sind Erzfeinde im Ringen um die regionale Vorherrschaft.

Bei seinem Staatsbesuch in Saudi-Arabien schwingt US-Präsident Trump das Tanzbein mit dem saudischen König Salman bin Abdulaziz Al Saud (3 von links).

Im Gegensatz zu Trump betonte die Bundesregierung, sie setze weiter auf einen Dialog zwischen dem Iran und den arabischen Golfstaaten. Deutschland wolle eine "konstruktive Zusammenarbeit sowohl mit dem arabischen Raum als auch mit dem wichtigen regionalen Akteur Iran, und wir stehen zu dem Atomabkommen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Trump äußerte sich in Jerusalem auch zum Nahost-Friedensprozess. Viele Staats- und Regierungschefs hätten ihm in Riad gesagt, wie sehr sie an Frieden zwischen Israel und den Palästinensern interessiert seien. Er habe bei seinen vielen Treffen in Saudi-Arabien eine positiv gewandelte Einstellung zu Israel wahrgenommen, sagte der US-Präsident.

Er sei nach Israel gekommen, um die anhaltende Freundschaft zwischen Israel und den USA zu erneuern, sagte Trump. "Wir stehen immer zusammen." Beide Länder gewärtigten gemeinsame Bedrohungen. (dpa)

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