Australien setzt Bootsflüchtlingen Ultimatum

Australien setzt Bootsflüchtlingen Ultimatum
Australien setzt Bootsflüchtlingen Ultimatum
Australiens Regierung stellt den illegal ins Land gekommenen Bootsflüchtlingen ein Ultimatum: Sie müssen bis zum 1. Oktober einen Asylantrag stellen, sonst droht die Abschiebung. Derzeit lebten etwa 7.500 Bootsflüchtlinge in Australien, die ihren Flüchtlingsstatus noch nicht bewiesen haben. Australien könne es sich nicht leisten, Sozialleistungen für Menschen zu bezahlen, die keine echten Flüchtlinge seien, gab Einwanderungsminister Peter Dutton am Sonntag in Brisbane bekannt.

Die Migranten seien zum Teil schon vor fünf Jahren nach Australien gekommen. "Wenn diese Leute ihre Forderung nach Schutz nicht gelten machen können, sollten sie unser Land so schnell wie möglich verlassen", forderte Peter Dutton. Die Regierung will verhindern, dass sich wieder Flüchtlingsboote auf den Weg nach Australien machen. Bootsflüchtlinge werden heutzutage in Lagern auf Pazifikinseln untergebracht. 800 von ihnen etwa auf der Insel Manus, die zu Papua-Neuguinea gehört. Die dortige Regierung will das Lager aber schließen, nachdem der oberste Gerichtshof von Papua-Neuguinea es für illegal erklärt hat. (dpa)

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