Europol: Cyberattacke traf mindestens 150 Länder

Europol: Cyberattacke traf mindestens 150 Länder
Europol: Cyberattacke traf Mindestens 150 Länder
Der weltweite Cyberangriff hat nach Angaben von Europol mindestens 150 Länder getroffen. "Nach der letzten Zählung hat es 200.000 Opfer gegeben", sagte der Chef der europäischen Ermittlungsbehörde, Rob Wainwright, am Sonntag dem britischen Fernsehsender ITV. Darunter seien auch große Firmen. Die Welt habe mit einer wachsenden Bedrohung zu tun, so Wainwright. Die Europol schlug ein internationales Vorgehen der Behörden vor, um die Hintermänner zu finden.

Die Rechner mit dem Betriebssystem Windows waren am vergangenen Freitag von einem Erpressungstrojaner befallen worden. Das Programm verschlüsselte die auf der Festplatte gespeicherten Daten und forderte Lösegeld für den Zugang zu den Dateien. Neu an dem Angriff von Freitag war, dass der Erpressungstrojaner von allein neue Computer ansteckte, ohne dass ein Nutzer etwa auf einen Link klicken musste. Dadurch konnte sich die Malware binnen weniger Stunden weltweit ausbreiten. In Großbritannien wurden Krankenhäuser lahmgelegt. In Spanien war der Telekom-Konzern Telefónica betroffen und in den USA der Versanddienst FedEx. Renault stoppte am Samstag die Produktion in mehreren französischen Werken. Attackiert wurden auch russische Ministerien und Banken. (dpa)

Symbolbild: Frau mit Bildschirm auf The Cable Show in Boston, Mai 2012.

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