Russlands Präsident Wladimir Putin begrüßt Chinas "Seidenstraßen"-Projekt

Russlands Präsident Wladimir Putin begrüßt Chinas "Seidenstraßen"-Projekt
Russlands Präsident Wladimir Putin begrüßt Chinas "Seidenstraßen"-Projekt
Russlands Präsident Wladimir Putin nimmt an dem zweitägigen «Seidenstraßen»-Gipfel in China teil. Am Rande des Treffens verhandelte er bereits mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Zur Sprache kam auch der neue Raketenstart Nordkoreas. Wladimir Putin und Xi Jinping drückten ihre Sorge darüber aus, "wie sich die Lage entwickelt und die Spannungen steigen".

In seiner Rede zum Beginn des zweitägigen Forums zeigte sich Russlands Staatschef zuversichtlich, dass das ambitionierte "Seidenstraßen"-Projekt zustande kommen werde. "Russland sieht die Zukunft der eurasischen Partnerschaft nicht als eine bloße Aufnahme neuer Kontakte zwischen den Staaten und Wirtschaften. Sie soll vielmehr die politische und wirtschaftliche Landschaft verändern und Eurasien Frieden, Stabilität, Wohlstand und eine grundsätzlich neue Lebensqualität bringen", sagte Wladimir Putin. Die Bevölkerung brauche konkrete Sachen wie Sicherheit, Zuversicht in die Zukunft, Arbeit und Wohlstand. "Das zu ermöglichen ist unsere gemeinsame Pflicht und Verantwortung gegenüber den Menschen", fügte der russische Staatschef hinzu.

Vor vier Jahren gab Chinas Staatschef Xi Jinping die Pläne zum Bau der so genannten Neuen Seidenstraße bekannt. Am Sonntag findet dazu ein wichtiger internationaler Gipfel in Peking statt.

Auf dem Gipfel geht es um Chinas Pläne für die Entwicklung eines modernen Verbindungsnetzes mit Handelskorridoren entlang der antiken Handelsrouten zwischen Asien, Afrika und Europa. Für Investitionen in Häfen, Straßen, Bahnstrecken und andere Infrastrukturprojekte stellt China viele Milliarden US-Dollar bereit. Xi Jinping hat angekündigt, dass der "Seidenstraßen"-Fonds von 40 Milliarden US-Dollar nun um 14 Milliarden US-Dollar aufgestockt werden soll. Chinas Banken sollen weitere 55 Milliarden US-Dollar bereitstellen. China will Entwicklungsländern und internationalen Organisationen über drei Jahre zudem 8,7 Milliarden US-Dollar an Hilfen geben. Es sollen soziale Projekte entlang der "Neuen Seidenstraße" gefördert werden. (RIA Nowosti/dpa)