G7-Länder schließen nur Minimal-Kompromiss zu Freihandel

G7-Länder schließen nur Minimal-Kompromiss zu Freihandel
G7-Länder schließen nur Minimal-Kompromiss zu Freihandel
Die G7-Mächte haben sich bei ihrem Treffen am Samstag im italienischen Bari nur auf einen Minimalkonsens in Bezug auf den Freihandel und auf die Ablehnung der Marktabschottung verständigt. In der Abschlusserklärung hieß es äußerst knapp: "Wir arbeiten daran, den Beitrag des Handels für unsere Volkswirtschaften zu stärken." Das ist dieselbe unverbindliche Formulierung wie schon beim Treffen der Finanzminister der G20-Gruppe vor zwei Monaten in Baden-Baden.

Ein klares Bekenntnis zur Marktglobalisierung blockierte die US-Delegation mit Finanzminister Steve Mnuchin an der Spitze. Als G7-Gastgeber wollte Italien das Thema Handel eigentlich ganz von der Tagesordnung des Finanzminister-Treffens streichen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sprach nach den zweitägigen G7-Beratungen jedoch von einem "intensiven Austausch". "Ich bin ganz zuversichtlich, dass die Entwicklung weitergeht", sagte der CDU-Politiker. Er gehe davon, dass sich die USA auch in diese Richtung entwickelt würden. US-Finanzminister Steve Mnuchin habe gesagt, die USA seien natürlich für freien Handel. Sie hätten gerade ein Abkommen mit China abgeschlossen.

Vor den Kameras herrschte noch Harmonie, doch nach dem die Türen geschlossen waren, ging es hart zur Sache.