Erste FARC-Rebellen legen offiziell ihre Waffen nieder

Erste FARC-Rebellen legen offiziell ihre Waffen nieder
Friedensprozess in Kolumbien: Erste FARC-Rebellen legen offiziell ihre Waffen nieder
Im Friedensprozess in Kolumbien haben ersten Kämpfer der linken Guerilla FARC offiziell ihre Waffen niedergelegt. Mit einem Zertifikat wurde den zwölf Rebellen bestätigt, dass sie nun ins zivile Leben zurückkehren können. Nach Jahrzehnten des bewaffneten Konflikts hatten die FARC und die kolumbianische Regierung Ende vergangenen Jahres einen Friedensvertrag unterzeichnet.

Derzeit legen die rund 6.800 FARC-Mitglieder in 26 Rückzugsgebieten im ganzen Land ihre Waffen nieder. Mehr als 600 UN-Beobachter überwachen die Demobilisierung. Künftig will die Guerillagruppe politisch für ihre Ziele eintreten. Die Waffen sollen eingeschmolzen und zu drei Mahnmalen gegossen werden. In dem bewaffneten Konflikt zwischen staatlichen Sicherheitskräften, linken Rebellen und rechten Paramilitärs kamen seit den 1960er Jahren rund 220.000 Menschen ums Leben. Millionen wurden vertrieben. Für seine Verhandlungen mit den FARC-Rebellen war Präsident Juan Manuel Santos im Jahr 2016 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. (dpa)

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