Wahlkampf in Iran: Plagiatsvorwürfe gegen amtierenden Präsidenten Ruhani

Wahlkampf in Iran: Plagiatsvorwürfe gegen amtierenden Präsidenten Ruhani
Wahlkampf in Iran: Plagiatsvorwürfe gegen amtierenden Präsidenten Ruhani
Die konservative iranische Opposition hat Plagiatsvorwürfe gegen den amtierenden Präsidenten Hassan Ruhani erhoben. Der Politiker, der als Reformer gilt, soll in seiner Doktorarbeit an der Glasgow Caledonian Universität in mehreren Passagen Urheberrechte verletzt haben. Eine Gruppe iranischer Universitätsprofessoren, die der Opposition nahestehen, hätten die Staatsanwaltschaft zu einer Untersuchung aufgefordert, berichtet die Nachrichtenagentur Tasnim am Donnerstag.

Ein für die Präsidentschaftswahl im Iran zuständiges Kontrollgremium hatte Mitte April den amtierenden Präsidenten Hassan Ruhani als Kandidaten bestätigt, dessen Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad aber abgelehnt. Der Wächterrat habe Ruhani und fünf weitere Anwärter, darunter auch Ebrahim Raeissi, Spitzenkandidat des Klerus und Hauptkonkurrent Ruhanis, für die Wahl am 19. Mai zugelassen. Neben Ahmadinedschad wurde auch der andere Kandidat der Hardliner, Hamid Baghaei, abgelehnt.

Hassan Rouhani nach der Registrierung für seine erneute Wahlteilnahme; Teheran, Iran, 14. April 2017.

Angeblich läuft gegen beide ein Verfahren wegen Unterschlagung. Aber Beobachter sind der Meinung, dass das Establishment eine Kandidatur der beiden, insbesondere besonders von Ahmadinedschad, in der jetzigen politischen Phase nicht will - aus Sorge um mögliche innen- und außenpolitische Spannungen. (dpa)