Türkische Akademiker im Hungerstreik erbitten Solidarität

Türkische Akademiker im Hungerstreik erbitten Solidarität
Regierungskritische Proteste in Istanbul.
Zwei Monate nach dem Antritt ihres Hungerstreiks haben zwei türkische Akademiker zu internationaler Solidarität aufgerufen. Mit dem Hungerstreik wollten sie auf ihre "illegale, ungerechte Entlassung" durch Notstandsdekrete aufmerksam machen.

Die Dozentin Nuriye Gülmen und der Grundschullehrer Semih Özakca sind zwei von Tausenden, die nach dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 wegen Putschverdachts auf der Grundlage von Notstandsdekreten entlassen wurden. Am 9. März waren beide in der Hauptstadt Ankara öffentlich in den Hungerstreik getreten.

Ihr Gesundheitszustand sei kritisch, sagte Onur Naci Karahanci von der Türkischen Ärztekammer in Ankara der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Seit dem Putschversuch waren nach Regierungsangaben mehr als 100.000 Staatsbedienstete wegen angeblicher Verbindungen zur Bewegung des islamischen Predigers Fethullah Gülen suspendiert worden. Die türkische Führung macht den in den USA lebenden Gülen für den gescheiterten Putsch verantwortlich.

(dpa)