Zwei Tote bei schwerem Angriff auf UN-Konvoi in Zentralafrika

Zwei Tote bei schwerem Angriff auf UN-Konvoi in Zentralafrika
Bei einem schweren Angriff auf einen Konvoi der UN-Friedenstruppe in der Zentralafrikanischen Republik sind ein Blauhelmsoldat getötet und acht weitere verletzt worden. Zudem werden vier Soldaten noch vermisst, wie die UN-Mission am Dienstag mitteilte.

Das Todesopfer des Angriffs vom Montag bei Bangassou rund 500 Kilometer östlich der Hauptstadt Bangui stammte demnach aus Kambodscha. Sieben der Verletzten waren Blauhelme aus Marokko, zudem wurde ein Kambodschaner verletzt.

Drei kambodschanische und ein marokkanischer Soldat gelten seit dem Angriff als vermisst. Die UN-Mission hat einen Hubschrauber und Verstärkung in das Gebiet geschickt, um sie zu finden, wie die UN-Mission Minusca mitteilte. Die Verletzten seien nach Bangui ausgeflogen worden. "Minusca verurteilt diesen schändlichen Angriff auf UN-Friedenstruppen auf das Schärfste", hieß es.

Es blieb zunächst unklar, wer für den Angriff verantwortlich war.

Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Jahr 2013 rutschte das Land in einen Bürgerkrieg, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit gegenüberstanden. Knapp 900.000 Menschen sind nach UN-Angaben auf der Flucht, 2,2 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

(dpa)

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