Präsidentschaftswahl in Frankreich: Leere Wahlumschläge aus Protest

Präsidentschaftswahl in Frankreich: Leere Wahlumschläge aus Protest
Wahlhelfer an einer Wahlstation während der ersten Vorwahlrunde in Bordeaux, Frankreich, 20. November 2016.
Bei der französischen Präsidentschaftswahl haben laut Institut Ispos 4,2 Millionen Franzosen aus Protest leere Wahlumschläge oder ungültige Wahlzettel abgegeben. Dies entspricht 8,9 Prozent der mehr als 47 Millionen Wahlberechtigten Frankreichs. So viele wie noch nie in Frankreich.

Am Sonntag siegte der linksliberale Kandidat Emmanuel Macron in einer Stichwahl, mit 66 Prozent der Stimmen, gegen die nationalkonservative Marine Le Pen. Emmanuel Macron ging als jüngster Präsident in die Geschichte ein. Er aber hat bisher nur ein Viertel der Franzosen hinter sich. Von dem parteilosen Franzosen erhofft sich Europa einen Neuanfang und Reformen in Frankreich. Die Front-National-Politikerin fand am Sonntag nur bei 34 Prozent der Franzosen Zuspruch. Fast alle Stimmen waren am Montagmorgen ausgezählt. Europa feierte den Sieg Macrons, Stimmen aus Brüssel mahnten aber auch zur Vorsicht. Macron muss sich ab Juni auch gegenüber einer neu gewählten Nationalversammlung behaupten.  

(rt deutsch/dpa) 

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