Tausende Frauen protestieren gegen Venezuelas Regierung

Tausende Frauen protestieren gegen Venezuelas Regierung
Tausende Frauen protestieren gegen Venezuelas Regierung
Tausende Frauen haben in Venezuela für die Versammlungsfreiheit demonstriert. Die weiß gekleideten Demonstrantinnen marschierten am Samstag durch die Hauptstadt Caracas, um vor dem Innenministerium ihre Forderung kundzutun. Auf dem Weg dorthin wurden sie jedoch von einem Trupp Polizistinnen aufgehalten. "Wir wollen keine Unterdrückung mehr, keine Verletzten mehr", erklärte die am Protestmarsch teilnehmende Gattin des inhaftierten Oppositionsführers Leopoldo López, Lilian Tintori.

Venezuelas Wirtschaft steckt unter der Regierung von Präsident Nicolás Maduro in einer schweren Krise. Vor dem Hintergrund der andauernden Proteste hat der Politiker die Einberufung einer verfassunggebenden Versammlung angekündigt. Die Opposition sieht darin einen Versuch des Staatschefs, an der Macht zu bleiben. Seit Anfang April sind bei den Ausschreitungen in dem lateinamerikanischen Land mindestens 37 Menschen getötet und mehr als 700 weitere verletzt worden. Hunderte Demonstranten wurden inhaftiert, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Papst Franziskus drückte indessen in einem offenen Brief seine Besorgnis über die Konfrontation und Gewalt im Land aus.

Boliviens Präsident Evo Morales während einer Rede zum 1. Mai in La Paz. Im RT-Interview spricht er sich gegen die Politik des Westens aus.

"Venezuelas schwerwiegende Probleme können gelöst werden, wenn der Wille besteht, Brücken zu schlagen, einen ernsten Dialog zu führen und die erreichten Vereinbarungen zu erfüllen", schrieb der Papst in dem Brief, der von der venezolanischen Bischofskonferenz am Samstag veröffentlicht wurde.

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