Französischer Ex-Soldat gesteht Anschlagsplan im Namen des IS

Französischer Ex-Soldat gesteht Anschlagsplan im Namen des IS
Französischer Ex-Soldat gesteht Anschlagsplan im Namen des IS (Symbolbild)
Der kürzlich nahe einer Militärbasis in Nordfrankreich festgenommene Verdächtige hat die Planung eines Anschlags im Namen der Terrormiliz "Islamischer Staat" gestanden. Der 34-jährige Ex-Soldat sei "psychisch sehr instabil" und habe sich den Ermittlern gegenüber "zusammenhangslos, aber nicht wirr" geäußert, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittlungskreise. Auf einem USB-Stick in seinem Auto sei demnach ein Bekenntnis zum IS gefunden worden.

Der als radikalisiert eingestufte Mann war nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur in der Nacht zum Freitag nahe des Luftwaffenstützpunkts Evreux in der Normandie festgenommen worden. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. In einem Gestrüpp in der Nähe des Militärgeländes wurden später ein Gewehr und zwei Revolver gefunden. Dem AFP-Bericht zufolge war der Verdächtige bis 2013 zehn Jahre lang Mitglied der französischen Bodenstreitkräfte, trat zum Islam über und wurde wegen seiner Radikalisierung von den Behörden überwacht. Den Ermittlern habe er gesagt, wegen einer gescheiterten Ausreise nach Syrien habe er in Frankreich zuschlagen wollen. Nach ersten Erkenntnissen habe der Mann wohl keine Komplizen gehabt.

Ermittler entdecken Wehrmachts-Andenken in weiterer Kaserne (Symbolbild)