Ermittler entdecken Wehrmachts-Andenken in weiterer Kaserne

Ermittler entdecken Wehrmachts-Andenken in weiterer Kaserne
Ermittler entdecken Wehrmachts-Andenken in weiterer Kaserne (Symbolbild)
In der Affäre um rechtsextremistische Umtriebe unter Bundeswehrsoldaten haben Ermittler nach einem Spiegel-Bericht in einer weiteren Kaserne Wehrmachts-Devotionalien entdeckt. Im Bundeswehrstandort im baden-württembergischen Donaueschingen sollen Experten demnach eine Vitrine mit Wehrmachts-Stahlhelmen vor der Kantine vorgefunden haben. Außerdem sei man dort am Donnerstag auf einen mit Wehrmachts-Andenken ausgeschmückten Raum gestoßen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte nach den Enthüllungen über den terrorverdächtigen Offizier Franco A. gesagt, sie rechne damit, dass noch weitere rechtsextreme Vorfälle in der Truppe bekannt werden. In dessen Kaserne im französischen Illkirch gab es einen Raum mit gemalten Wehrmachtssoldaten in Heldenposen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Zwischen 2012 und 2016 seien dem Verteidigungsministerium zufolge 18 Militärangehörige vorzeitig wegen Rechtsradikalismus aus der Bundeswehr entlassen worden. Der Bundeswehr-Geheimdienst MAD bearbeite derzeit 280 Verdachtsfälle aus dem Bereich Rechtsextremismus, auch Fälle aus vergangenen Jahren.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (M) zusammen mit  Generalleutnant Joerg Vollmer (L) und Generalinspekteur Volker Wieker (R), im

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